Minimalismus = Verzicht? Mein Jahresvorsatz 2019

Minimalismus = Verzicht? Mein Jahresvorsatz 2019

Ich möchte dir zeigen, auf welchem Stand ich gerade bin, vor welche Fragen und Herausforderungen mich der Minimalismus stellt und was er überhaupt für mich bedeutet

Minimalismus als Lebensstil heißt sich auf das nötigste zu beschränken um Platz für das Wesentliche zu schaffen

Ein neues Jahr hat vor kurzem begonnen und somit sind auch die guten alten Vorsätze wieder ein Thema geworden. Was soll sich an meinem Leben ändern? Womit bin ich unzufrieden? Was möchte ich erreichen?

Bei jeder dieser Fragen bin ich immer beim Thema Minimalismus hängen geblieben… Weniger Konsum, bewusster Konsum, nachhaltiger Konsum.

Okay, also ich möchte etwas an meinem Konsumverhalten ändern aber vor allem möchte ich im allgemeinen weniger Besitzen. Ich erhoffe mir davon mehr Ruhe und Übersicht in mein Leben und somit in meine Gedanken zu bekommen, Geld zu sparen und mich freier in meinem Zuhause zu fühlen.

Aber wie fange ich da an und wo höre ich auf?

Zuerst einmal: Minimalismus ist für jeden etwas anderes und ich kann euch von vornherein sagen, dass sich mein Kleiderschrankinhalt im Laufe des Jahres nicht auf 15 Teile reduzieren wird, denn das würde mich nicht erfüllen. Es wäre einfach ein Verzicht.

Minimalismus

Ich glaube Minimalismus hat unter anderem viel mit Achtsamkeit zu tun… Sich immer wieder zu fragen “ Brauche ich das jetzt wirklich? Oder denke ich nur das ich es brauche, weil ich es schön finde?„. Man muss ehrlich zu sich selbst sein ABER man sollte sich nicht alles verbieten, denn wenn Minimalismus zu Pflicht wird, dreht sich weiterhin alles um materielle Dinge.

Nur wie komme ich zu dieser Balance zwischen Verzicht und bewusstem Konsum?

Loslassen:

Das ist auch ein großer Punkt beim Thema Minimalismus, denn mein Wunsch ist es ja auch weniger zu besitzen. Ich habe unglaublich viel Kram auf relativ kleinem Raum und das stresst mich an manchen Tagen so sehr, dass ich mich kaum in meinem Zuhause aufhalten mag. Wenn ich (versuche) auszumisten stehe ich bei jedem 2. Teil bei folgendem Punkt:“ Ja, habe ich schon ewig nicht mehr benutzt aber ich KÖNNTE es ja IRGENDWANN noch mal gebrauchen.

-Wow.

Also behalte ich das Teil lieber und stelle es wieder an seinen alten Platz, wo es dann auf seinen Job wartet. (Er wird nicht kommen)

Bewusst konsumieren:

Heißt das jetzt das ich für jedes Teil, das ich mir kaufen möchte, einen Grund brauche? Muss das alte Shampoo erst leer sein, bevor ich ein neues ausprobiere? Kann ich auch Kleidung kaufen, einfach weil ich das Teil schön finde oder muss erst ein T-Shirt kaputt sein, bevor ich mir ein neues gönnen kann?

Ich glaube das ist eine der größten Herausforderungen für mich… Zu entscheiden, ob ich mir jetzt etwas unbedingt kaufen will, weil es mir auf lange Sicht Freude bringt oder ob ich es einfach nur schön finde, aber ich mein Leben auch ohne das fünfte Kleid problemlos weiterführen kann.

Lücken füllen:

Kennt ihr dieses tolle, ganz einzigartige Gefühl, wenn der Postbote klingelt und euch eure neuste Amazon Bestellung bringt?

– Freunde, ganz ehrlich? Ich liebe dieses Gefühl.

Aber mit meinem neuen Vorsatz sollen sich diese Begegnungen ja deutlich reduzieren. Und nun? Woher bekomme ich das Gefühl jetzt, wenn ich nicht mehr sooft Pakete auspacke?

Ich habe oft gelesen, dass beim Minimalismus in Momente, Ereignisse und Erlebnisse investiert wird. Das heißt, das Geld welches ich auf der einen Seite spare, auf der anderen für z.b eine Massage, ein Wochenendtrip oder auch einfach nur für einen Besuch in meinem Lieblingscafé ausgeben kann.

Ich glaube das wird komisch… Sein Geld quasi nicht in einem neuen Gegenstand zu sehen, sondern dass es „einfach weg“ ist und dafür eine Erinnerung entstanden ist (das war jetzt ziemlich theatralisch).

Gedanken

Die muss ich mir jetzt ziemlich häufig und viel intensiver machen. Diese Kette von „Interessant- sieht gut aus- mag ich- Preis stimmt- kauf ich“, wird um einiges verlängert.

Ich möchte öfter versuchen das Teil noch mal für 1-2 Tage im Laden bzw. im Warenkorb zu lassen und schauen, wie oft ich an das Teil denke, ob es nur eine erste Euphorie war oder ob ich mich immer noch gut fühle, wenn ich an das Teil denke.

Haha, aber kennt ihr das, wenn man eigentlich noch mal eine Nacht drüber schlafen will, bevor man sich etwas kauft aber so eine Angst hat, dass das Teil am nächsten Tag nicht mehr da sein könnte? The struggle is real 😀

Ich hatte aber auch echt schon Momente, wo ich WOLLTE, dass das Teil ausverkauft ist, damit mir die Entscheidung „kaufen oder nicht“ abgenommen wird.

-Okay, wenn ich das jetzt hier so schreibe merke ich, dass da irgendwas nicht so ganz richtig ist in meinem Kaufverhalten. Ich meine, wie viele verschwendet Gedanken und Sorgen einfach in diesem belanglosen Prozess drauf gehen. Unglaublich!

Weniger:

Weniger verbrauchen, das ist mir wirklich wichtig geworden. Gerade beim Thema Verpackungsmüll und Plastik möchte ich VIEL bewusster auf mein Konsumverhalten achten, da es für mich auch ganz klar zum Thema Minimalismus gehört. Aber das ist noch mal ein anderes Thema, wo man seehr weit ausholen kann (und auch sollte), aber das würde jetzt den Rahmen dieses Beitrags sprengen.


Wie ihr wahrscheinlich merkt, bin ich noch ziemlich am Anfang und habe noch unglaublich viele Fragen. Vielleicht geht es dir genauso oder aber du bist schon erfahrener mit dem Thema Minimalismus. Ich würde mich sehr über eine DM bei Instagram mit deinen Tipps und Tricks bzw. deinen Vorschlägen, Fragen und Meinungen freuen!

Bis dahin,

-Lou

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