Das Zero waste starter kit- 9 Produkte für den Anfang!

Das Zero waste starter kit- 9 Produkte für den Anfang!

Zero waste hört sich unglaublich schwer an. So schwer, dass man einfach keinen Anfang findet. Ich zeige dir einfache 9 Artikel, mit denen du dein „Starter kit“ ausstatten kannst und so den ersten Schritt in richtig „weniger Plastik“ gehen kannst.


Oh ich freue mich auf diesen Beitrag!

Aber ich sage gleich vorab, dass ich noch LANGE nicht „Zero waste“ lebe. Ich bin dabei, meinen Plastikverbrauch so weit es für mich momentan möglich ist runter zuschrauben. Vielleicht seit ihr ja gerade an dem selben Punkt wie ich oder ich kann euch motivieren auf diese Gadgets, die ich euch hier vorstelle, umzusteigen. Ich möchte euch die absoluten Basics zeigen, die jeder ganz einfach in seinen Alltag integrieren kann, ohne größeren Aufwand oder drastische Umstellung.

Man kann nicht von heute auf Morgen Zero waste leben!

Mir ist auch noch mal ganz wichtig zu sagen, dass man nicht von heute auf morgen Zero waste leben kann. Das ist ein Prozess, der mehrere Monate, Jahre oder vielleicht sogar ein ganzes Leben dauert. Ich habe manchmal das Gefühl, dass viele sich gar nicht erst mit dem Thema auseinander setzten, weil dann so Gedanke anklopfen wie „Dann kann ich nie mehr meine Lieblingsschokolade essen“ oder einfach das Gefühl von Überforderung aufkommt und weder Anfang noch Ende in Sicht ist.

Aber wenn du schon auf eins dieser nachhaltigeren Gadget umsteigst, ist der Anfang getan!

Zero waste ist ja irgendwie schon so eine kleine Welt für sich… Man benutzt andere Produkte, die für die, ich nenne sie mal ganz böse „Nutzer herkömmlicher Produkte“ im ersten Moment komisch wirken können und man macht sich andere Gedanken zum Thema „Konsum und Umwelt“.

Leider ist es noch nicht bei jedem Gang und Gebe, seinen eigenen Kaffeebecher in der Handtasche zu haben oder den Cocktail mit einem Metallstrohhalm zu trinken. Aber diese kleinen, unkomplizierten Veränderungen sind nötig, um etwas für den Planeten zu tun und den Schritt in die richtige Richtung zu gehen.

Los gehts mit dem Klassiker: Trinkflasche

zero waste

Anstelle von Plastikflaschen kannst du Edelstahl- oder Glasflaschen verwenden, die du immer wieder auffüllst und überall mit hin nimmst.

Jeder kennt es doch, man ist unterwegs und früher oder später hat man sowieso durst.

Da kann man jetzt natürlich in den Kiosk am Bahnhof rennen und sich für 2,50 Euro ne´ Cola gönnen. Aber man kann es auch lassen und sich einfach von vornherein eine wiederverwendbare Flasche aus Glas oder Metall einpacken.

Meine ist von Chilly´s für 0,75 l. Wem das aber zu groß ist, kann ich die 0,25 l Flasche von 24Bottles empfehlen!

Ja, diese Flaschen haben ihren Preis aber wenn alles gut geht, bleiben die mindestens eurer halbes Leben lang!

Der To-go Becher:

Anstatt den Pappbecher mit dem Plastikdeckel entgegenzunehmen, kannst du auch einfach deinen eigenen, viel schöneren Kaffeebecher über die Theke reichen und auffüllen lassen!

Leute, diese Becher wollen gefüllt werden! Auch beim Bäcker neben an.

Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Café meinen Becher abgelehnt hat. Im Gegenteil, manchmal bekomme ich sogar Rabatt! Die ersten Male ist es tatsächlich ein klitzekleines Bisschen unangenehm dem Verkäufer seinen eigenen Becher entgegenzustrecken, bevor dieser zum Einwegbecher greift aber das vergeht!

Ich benutze am liebsten meinen Keepcup aus Glas. Er sieht nicht nur toll aus, sondern ist, stabil, dicht und der Kaffee ist nicht Ewigkeiten zu heiß, wie bei einem Thermobecher. So verbrennt man sich nicht jedes Mal die Zunge, wir kennen es:D

Abschminkpads aus Stoff:

Wisch und Wäsche, statt wisch und weg!

Wiederverwendbare Wattepads bestehen meist aus Baumwolle, sind super weich und so so viel praktischer! Ich finde, dass Make-up oder auch die Gesichtsmasken viel besser und schneller entfernt werden, als mit den Einwegdingern aus der Drogerie.

Nach der Benutzung könnt ihr die Pads in einem (meist beigelegten) kleinen Säckchen, bei 60 Grad in der Waschmaschine mit waschen.

Es gibt mittlerweile unglaublich viele verschiedene Versionen und Marken, die die Pads herstellen, wobei die Preisspanne ca. von 10- 30 Euro reicht. Kauft lieber einmal etwas teurere, wo auf Qualität und faire Herstellung geachtet wird, anstatt die billigsten Pads zu nehmen und weniger davon zu haben. Meine sind von Ecoyou für 18,90 Euro

Trinkhalm:

Da schauste´ gerne in die Röhre!

Gehört ihr auch zu den Menschen, die ganz unbewusst auf Strohalmen rumkauen und sich dann schämen, weil es unglaublich ekelig ausschaut?

– I feel with you.

Aber dank dieser unglaublichen Alternative aus Metall, muss ich mir darum keine Gedanken mehr machen. Ich liebe, liebe, LIEBE die Dinger! Metallstrohhalm, 6 Stück für ca. 9 Euro

Der Rasierhobel:

Bevor du auf den Preis schaust und dir denkst „äh ne danke“, möchte ich dir sagen, dass dich dieser Rasierhobel aus Metall auf deinem restlichen Leben begleiten wird.

Alle 2-3 Monate musst du mal die Klinge austauschen, wobei 100 Stück ca. 11 Euro Kosten. Vielleicht sieht das ganze Gerät etwas grob aus aber du wirst dich dran gewöhnen!

Man kann sich genau so an allen Körperregionen rasieren, wie mit den Einwegrasierern, die Haare werden in einem Zug entfernt und schneiden tut man sich auch nicht häufiger. Ich muss sagen, das erste mal rasieren mit dem Rasierhobel hat sich ein bisschen so angefühlt, als würde ich meine Beine mit einem Schwert bearbeiten aber mittlerweile geht das ruckizucki und ich will ihn nicht mehr missen müssen.

Rasierhobel von Mühle ca. 34 Euro

Die French press:

Für die Kaffeetanten und Onkel unter euch!

Oh mein Gott, ich möchte nicht mehr ohne leben! Irgendwo in meinem Herzen bin ich eine kleine Barista, die leidenschaftlich gerne Kaffee trinkt und genießt.

Und mal abgesehen davon, dass außer dem Kaffeesatz kein Müll entsteht, schmeckt der Kaffee so viel besser und frischer! Ich habe mir mittlerweile auch einen Pour over zugelegt, eine weitere Möglichkeit Zero waste Kaffee zu kochen.

French press ca. 15 Euro

Die Stückseife:

Theoretisch bräuchtest du für eine Körperpflege nichts Anderes außer ein Stück Olivenseife.

Du kannst dir damit die Hände, Haare, Gesicht und Körper waschen, ohne viel Schnickschnack aber mit jeder Menge natürlicher Pflege! Mit einem Stück Seife kommst du eine Ewigkeit aus und kannst so jede Menge Geld und Verpackungsmüll sparen.

100% Olivenseife ca. 4 Euro

Deo:

Zero waste Deo gibt es in verschiedenen Ausführungen. Für den einen eignet sich die Deocreme, für den anderen ein Deostift oder ein Deo im Stück zum anfeuchten. Natürlich kannst du dein Deo auch ganz einfach selbst zusammen mischen und in einen leeren Deoroller aus der Apotheke füllen.

Probier einfach mal ein bisschen herum und sei offen für Neues!;)Mein Deo ist ein Stift von Nature´s very best für ca. 10 Euro

Die Bambuszahnbürste:

Die Zahnbürste, die nachwächst!

Eins der Basics überhaupt!

Bambus ist eine der schnellsten nachwachsenden Pflanzen auf der Erde und liefert somit immer wieder neue Rohstoffe, die sich unter anderem hervorragend zur Herstellung von Zahnbürsten eignen.

In diesem Zusammenhang möchte ich euch die Marke Baumfrei von der lieben Pia ans Herz legen.

Pia hat es geschafft, sich mit ihrem Interesse zur Nachhaltigkeit selbstständig zu machen und in ihrem Onlineshop ihre eigenen Produkte zu verkaufen. Neben Zahnbürsten für Kinder und Erwachsene, bekommt ihr noch ein passendes Reiseetui und Hanfpapier.

Die Bambus Zahnbürsten sind:

  • BPA-frei
  • Vegan
  • Nachhaltig
  • Antibakteriell
  • Umweltfreundlich
  • Biologisch abbaubar
  • Aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Schonend zu Zähnen und Zahnfleisch

Was mich total begeistert hat, ist der bis in kleinste Detail bedachte, komplett Plastikfreie Versand!

Hergestellt werden die Zahnbürsten in einer Manufaktur in Zhejiang. Auch hier hat Pia alles hinterfragt, steht mit dem Hersteller in engem Kontakt und kennt die guten Bedingungen zum Thema Arbeitsschutz und Gehalt vor Ort.

Auf ihrer Website findet ihr neben ausführlichsten Informationen zum Produkt, auch Pias Blog, wo sie rund ums Thema Nachhaltigkeit, Ernährung und Minimalismus schreibt.


Das Kit ist (im Jutebeutel) verpackt und bereit zum Einsatz!

Aber zum Schluss möchte ich euch noch erzählen, wieso gerade diese Gegenstände meiner Meinung nach in das Zero waste starter kit gehören:

Es handelt sich hier ausschließlich um Produkte, die ähnlich in der Handhabung sind, wie die Einwegversion und für die keine krasse Lebensumstellung oder Zeitaufwand benötigt wird.

Um ein Gegenbeispiel zu nennen:

Die Menstruationstasse

Bis zu 10 Jahre hält eine Menstruationstasse und ist somit eine der nachhaltigsten Gadgets zum Thema Periode oder Damenhygiene. Jedoch gehört diese für mich nicht in das „Starter kit“, denn ich kann es absolut nachvollziehen, wenn sich nicht jeder dazu bereit fühlt ein ganz anderes „Teil“ in seinen Körper zu stecken und der Gedanke, das Blut ins Waschbecken zu kippen irgendwie befremdlich ist.

Aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass wenn man sich etwas länger mit dem Thema Müllvermeidung auseinander setzt, das Interesse ganz von alleine kommt;)

Auch die ganzen großartigen DIY´s mit denen man sich ganz einfach z.b Putzmittel herstellen kann erfordern einfach ein bisschen Zeit und Auseinandersetzung.


Danke fürs lesen und viel Erfolg bei der Umsetzung!

Lou

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