Was ist Fair Fashion? Darauf solltest du achten!

Was ist Fair Fashion? Darauf solltest du achten!

Fair Fashion, grüne Mode, öko Mode, nachhaltige Mode… Aber was ist jetzt eigentlich was? Wann ist Mode „Fair“? Hier erhältst du einen ganz groben Einblick, um ein Gefühl der Modeindustrie zu bekommen.

In Kooperation mit Organic Basics


Alle oben genannten Begriffe beschreiben eine Bewegung in der Modebranche, in der der Fokus auf faire Produktions- und Arbeitsbedingungen mit umweltschonenden Stoffen und Verfahren gesetzt wird. Bio-Baumwolle statt Synthetikfasern, faire Löhne statt Ausbeutung der Arbeiter.

Nachdem sich der grüne Lifestyle in der Ernährung deutlich verfestigt hat, ist dieser nun auch in Bezug auf unsere Kleidung angekommen und das zeigt sich gut im Umsatz. Währen der Umsatz konventioneller Modebetreiber jährlich um ca. 2% sinkt, wächst der von Fair-Fashion Betreibern um ca. 5%.Neben den nachhaltigen Designern sind vor allem die Konsumenten grüner Mode für dieses Ergebnis verantwortlich.

Aber wann ist Mode eigentlich Fair?

Das Wort „fair“ in der Modebranche meint:

  • Keine ausbeuterischen Arbeitsbedingungen
  • Begrenzung der Arbeitszeiten
  • Keine Kinderarbeit
  • Verbot von Diskriminierung
  • Die Menschen agieren selbstbestimmt Grundlegende Rechte gelten
  • Es werden keine gesundheitlichen Schäden von der Arbeit davongetragen
  • Die sozialen Aspekte stehen im Vordergrund

Es gibt eine Stiftung namens „Fair Wear Foundation“ (FWF), die 1999 gegründet wurde. Dabei handelt es sich um eine unabhängige Stiftung, die sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie einsetzt.

Um FWF anzugehören müssen die Marken die Verantwortung der gesamten Lieferkette übernehmen. Dazu zählt nicht nur die Endproduktion, sondern es beginnt schon bei der Baumwollernte. Mittlerweile gehören schon über 130 Marken zu der FWF, die sich folgenden Richtlinien versprochen haben:

  • Begrenzung der Arbeitszeit
  • Freie Wahl des Arbeitsplatzes
  • Keine Kinderarbeit
  • Keine Diskriminierung bei der Beschäftigung
  • Sichere & gesunde Arbeitsbedingungen
  • Versammlungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen
  • Zahlung eines existenzsichernden Lohnes

Diese Richtlinien werden regelmäßig über den „Brand performence check“ geprüft. Dabei werden auch persönliche Gespräche mit den Arbeitern geführt und es wird ein Beschwerdemanagement zu verfügung gestellt.

Fair heißt nicht gleich Bio oder Öko

Es ist ein kleines Labyrinth. Zwischen Siegeln und Bezeichnungen weiß man nicht mehr wo oben und unten ist, denn wenn Kleidung mit „Öko“ und „Bio“ gekennzeichnet ist, heißt es nicht zwangsläufig, dass diese auf fair produziert wurde. Jetzt heißt es rein in den Siegel Dschungel

Fair Fashion

Mit Bio ist beispielsweise erstmal nur der Rohstoff bzw. die Anbaumethode des Rohstoffes ( Bio-Baumwolle) gemeint und muss nicht zwingend heißen, dass das Endprodukt unter fairen Bedingungen hergestellt wurde.

Verschiedene Siegel stehen für verschiedene Standards. Bei der Verbraucherzentrale findest du eine detaillierte Übersicht.

Was sind die Vorteile von Fair Fashion?

Fair Fashion ist nicht nur ethisch- und ökologisch korrekt, sondern auch langlebiger und nachhaltiger in der Herstellung. Es wird weniger CO2 und Wasser verbraucht und durch den Verzicht auf gesundheitsschädliche Chemikalien ist Faire Mode allgemein hautfreundlicher. Außerdem unterstützt man Unternehmen, die die Modeindustrie in die richtige Richtung lenken. Die Näherinnen werden nicht ausgebeutet, die Bauern nicht giftigen Pestiziden ausgesetzt und am Ende werden existenzsichernde Löhne ausgezahlt.

Und was zeichnet Fast Fashion aus?

Eine klare Definition gibt es hier nicht aber grundlegend kann man sagen, dass ein Kennzeichen der Fast Fashion Branche das schnelle Kopieren von Laufsteg Modellen und die Vielzahl an Kollektionen (um die 12 pro Jahr) ist.

Innerhalb weniger Wochen bringen Marken wie H&M, Zara, Mango usw. die neusten Schnitte und Modelle in ihre Läden, und das zu deutlich günstigeren Preisen als die der Designer. Laut einer Greenpeace Studie ist Zara führende Fast Fashion Marke. Innerhalb von 7-30 Tagen kann eine neue Linie zusammengestellt werden, die innerhalb von 5 Tagen nachgeliefert werden kann.

Die Folge dessen ist, mal ganz abgesehen von den Zuständen in den Produktionsländern, dass der Mensch vier mal so viel Kleidung im Kleiderschrank hat wie noch im Jahre 1980. Durchschnittlich werden davon 20 Teile nie getragen. Hinzu kommt, dass die Kombination aus schlechter Qualität und billigen Preisen die Wegwerfmentalität unserer Gesellschaft aufrecht erhält.

Aber Fair Fashion ist so teuer!

Jein. Es gibt Fair Fashion von Marken bei denen man für einen Rock 200 Euro zahlt aber die gleichen Preise gibt es auch bei konventionellen Marken.

Genauso gibt es nachhaltige Marken, die einen vergleichbaren Rock für 50 Euro anbieten, wohingegen man in einem Fast Fashion Store auch Röcke für 10 Euro bekommen kann. Aber man sollte in diesem Fall nicht nur die 10 Euro sehen, sondern auch wissen was dahinter steht.

Ein Rock für diesen Preis kann nicht fair produziert sein, kann nicht in nachhaltiger Produktion entstanden sein und kann nicht die Wertschätzung bekommen, die ein Kleidungsstück verdient. Man darf nicht vergessen, das hinter jedem einzelnen Kleidungsstück mehrere Menschen stehen, die ihre Existenz mit dem Lohn für diese Arbeit sichern müssen.

Ein weiterer Gedanke bei Fair-Fashion ist die Langlebigkeit der Kleidungsstücke und der bewusste Konsum. Der faire Rock für 50 Euro wird eine bessere Qualität haben als das Fast-Fashion Gegenstück, also auch länger halten und sich auf lange Sicht rentieren.

Außerdem kauft man nicht mehr unüberlegt alles was einem ins Auge springt, wie das aufgrund der billigen Preise bei Fast-Fashion oft der Fall ist. Man ist sich bewusst in was man investiert und wieso man investiert.

Eine kleine Message für dich:

Sei dir selbst soviel Wert, dass du dir Fair-Fashion gönnst. Sei dir selbst so viel Wert, dass du dich mit dir und deinem Besitz auseinander setzt. Sei dir selbst so viel Wert, dass du nur gute Stoffe auf deine Haut lassen möchtest.

Eine weitere Möglichkeit um einen Bogen um Fast Fashion zu machen, ohne dabei tief in die Tasche zu greifen ist Second Hand Mode. Die ist an und für sich sogar noch nachhaltiger, denn es werden keine Ressourcen für die Herstellung verwendet. Das Kleidungsstück ist schon im Kreislauf. Schenk dem Teil ein zweites Leben.

Fair Fashion = Birkenstocks und Fladderhosen?

Freunde, die Zeiten sind vorbei! Faire Mode kann so unglaublich schön, dezent und super ästhetisch aussehen. Ein gutes Beispiel dafür sind:

Faire Labels:


Organic Basics

Ich dir die Marke „Organic Basics“ näher vorstellen. Es handelt sich dabei um eine Fair-Fashion Marke aus Dänemark, die hochwertige Unterwäsche, Leggings, Socken und Shirts herstellt. Der Fokus liegt dabei auf Nachhaltigkeit, Qualität, Fairness und Umwelt.

Organic Basics wählt nur Fabriken und Partner, die sich für die gleichen Dinge aussprechen und gehen dabei sehr sorgfältig vor. Auf der Internetseite kann man sehr transparent Einblicke in die Fabriken bekommen.

Ich durfte mir netterweise etwas im Onlineshop aussuchen, und mich von der versprochenen Qualität selbst zu überzeugen. Ich habe mich für 2 BHs in schwarz und nude, und ein Doppelpack längere Socken entschieden.

Schon beim auspacken der Teile ist mir der unglaublich weiche Stoff aufgefallen. Außerdem haben die BHs ein breites Gummiband und einen Verschluss mit 3 Haken. Die Nähte sind super sauber verarbeitet, sodass nichts zwickt oder scheuert.

Diese Unterwäsche ist meine allererste fair produzierte und hätte nicht gedacht, dass man so einen Unterschied im Gegensatz zu herkömmlichen BH´s merkt.

Mir wurde außerdem ein Rabattcode für dich zur verfügung gestellt, der bis August gültig ist. Mit „MRSLOUOB“ bekommst du 10% auf deinen Einkauf.

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