8 Tipps, wie man Lebensmittelverschwendung vermeidet

8 Tipps, wie man Lebensmittelverschwendung vermeidet

Lebensmittelverschwendung ist ein No-Go! Jedoch kann es gerade im 1 Mann/Frau Haushalt ziemlich schwer sein frische Nahrungsmittel rechtzeitig aufzubrauchen. Ich habe hier meine Tipps und Tricks zusammen gefasst, wie es mir gelingt so gut wie keine Lebensmittel wegwerfen zu müssen.

Der Deutsche wirft im Jahr Durchschnittlich 85 Kilogramm Nahrungsmittel weg. Insgesamt macht das 13 Millionen Tonnen, die ganz Deutschland pro Jahr an Essen in die Tonne wirft.

Auf der anderen Seite stirbt alle 10 Sekunden ein Kind in Afrika den Hungertot.

Ich lebe noch nicht lange alleine und musste mich das erste mal in meinem Leben mit einem Einkauf für MICH beschäftigen. Was will ich kochen? Wie viel brauche ich? Was brauche ich? Was möchte ich haben?

Das sind alles fragen, die ich mir stellen musste und auf die ich erst im Laufe der Zeit eine für mich passende Antwort gefunden habe.

Häufig hat man als allein lebender Mensch auch noch das Problem, dass das Gefrierfach gerade so groß wie ein Schuhkarton ist und wenn die Tk Beeren darin einen Platz finden, ist das schon ein Erfolg. Also scheidet das meist als Notlösung aus.

Trotzdem kann ich guten Gewissens behaupten, dass ich so gut wie keine Lebensmittel wegschmeiße. Gut, dann schimmelt mal die Zitrone im Obstkorb aber dann nicht weil sie schon 3 Wochen dort liegt, sondern weil ich im Laden nicht richtig aufgepasst habe. Lebensmittelverschwendung ist nicht immer unumgänglich.

Am Anfang haben mir vor allem Packungen, Dosen und Gläser Schwierigkeiten bereitet. So eine Packung (veganer) Käse kann dann doch schon mal ne ganz schöne Menge sein und die Dose Mais will auch nicht 5 Tage vor sich hin vegetieren.

Aber auch dafür habe ich eine Lösung gefunden. Lasst uns etwas gegen die Lebensmittelverschwendung tun!

Lebensmittelverschwendung

Meine 8 Tipps für weniger Lebensmittelverschwendung:

1) Kreativität

Suppe ist nicht einfach Suppe, Brotaufstrich nicht gleich Brotaufstrich.

Manchmal passiert es, dass man Mittags oder Abends nicht alles aufessen kann, was man gekocht hat. Nicht immer will man dann unbedingt den nächsten Tag die Reste essen und manchmal ist es auch schlicht weg zu wenig, aber „es lohnt sich nicht das aufzuheben“ gilt hier nicht. Die Tonne sollte auch bei kleinen Resten nicht die Lösung sein, um sich dann etwas neues zuzubereiten. Werd´ kreativ!

-Wenn ich z.b Mittags noch etwas vom Eintopf übrig habe, suche ich die Gemüsestückchen raus und tue sie mir Abends in den Salat.

-Ist Kürbissuppe oder eine andere Cremesuppe übrig geblieben, wird daraus mit etwas Stärke und Hefeflocken eine richtig leckere Nudelsoße gezaubert.

-Auch ein kleines Glas Brotaufstrich kann manchmal schneller einen Pelz bekommen als man glauben mag. Um das zu verhindern mische ich mir aus dem Aufstrich und etwas Wasser ein Salatdressing oder benutze ihn als Grundlage für eine Gemüsepfanne.

-Den Rest vom Glas weiße Bohnen, Kichererbsen oder Kidneybohnen kannst du z.b als Dip oder Brotaufstrich verwerten. Oder du isst sie nicht nur Herzhaft sondern machst dir einen Cookie dough zum Nachtisch, backst Brownies oder Cookies. Was man nicht alles aus Bohnen machen kann!

So hast du Abwechslung und nicht das Gefühl immer das gleiche zu essen.

-Die Pflanzenmilch kannst du zum Kochen von Gemüsepfannen verwenden, dann wird sie schneller verbraucht und garantiert nicht schlecht:)!

-Aus Sojajoghurt lassen sich super Soßen für Salat machen oder du kannst ihn auch zum verfeinern von Suppen verwenden.

Also wie gesagt, die Liste ist schier endlos! Probier was neues!;)

2) Lose kaufen

Es hat nicht nur im Bezug auf den Plastikverbrauch große Vorteile, auch beim Thema Lebensmittelverschwendung kann es ein entscheidenen Unterschied machen!

Der 2kg Sack Möhren ist vielleicht günstiger aber für eine Person einfach zu viel! Auch der Sack Äpfel kann nicht so schnell verbraucht werden. Kauf lieber 3-4 Äpfel lose bzw. eine Stückzahl, die du garantiert verbrauchen kannst. Und wenn mal zu wenig da ist, schwing dich aufs Rad und kauf lieber noch welche nach!:)

3) Teilen

Ein persönliches Beispiel:

Ich esse total gerne frischen Rotkohl aber 1 Kopf für mich alleine? Das ist einfach zu viel!

Also gebe ich eine Hälfte immer meiner Nachbarin. Die freut sich, ist dankbar und nichts wird schlecht.

So mache ich das auch mit den großen Säcken Grünkohl oder Weißkohl.

Du kannst auch mit Freunden, Familien oder Bekannten teilen!

4) Nicht Planen

Das hört sich im ersten Moment wahrscheinlich total absurd an aber es ist tatsächlich so.

Wenn du 5 oder auch 7 Tage deine Mahlzeiten vorplanst und danach einkaufst kann immer etwas übrig bleiben. Den nächsten Tag kann es schlecht verwertet werden, weil da hast du ja schon die Lebensmittel für das geplante Gericht, welches du heute kochen wolltest, im Kühlschrank.

Ich würde dir raten vielleicht 1-2 Rezepte rauszusuchen auf die du richtig Lust hast und sonst einfach ein paar Lebensmittel auszuwählen, welche dir gut schmecken und die du dann nach Lust und Laune zu einem Gericht machen kannst!

5) Achtsam auswählen

Bevor ich koche, gucke ich IMMER in den Kühlschrank und schaue was weg muss, langsam weich wird oder schon eine kleine Stelle hat.

Greif nicht einfach achtlos ins Gemüsefach um eine Möhre rauszunehmen, sondern schau dir jede an und nimm die, die schon einen kleinen Makel hat.

6) Selber machen

Der große Vorteil am selber machen ist, dass du die Menge selbst bestimmen kannst.

Brot, Pflanzenmilch, Kuchen, Kekse usw. kannst du so herstellen, dass es für dich passt, womit wir auch zum nächsten Punkt kommen:

7) Rezepte minimieren

Mit ein bisschen Herumprobieren kann man Rezepte sozusagen „personalisieren“.

Wenn im Rezept für Hafermilch steht „100g Haferflocken auf 1 Liter Wasser“, nehme ich z.b immer 75g Haferflocken mit 750 ml Wasser.

Genauso mit Brot: 500g Mehl ist für 1 Person ziemlich viel, vor allem wenn man nicht die Möglichkeit hat etwas großartig einzufrieren.

Ich backe immer ein Brot mit 180g Mehl und 20g Saaten. Damit komme ich ca. 4 Tage hin (Ich esse nur Abends Brot).

Wenn du mal Lust auf Kuchen hast, kannst du entweder wie bei Punkt 3) teilen oder du kaufst dir eine Mini Backform. Da kannst du einen kleinen Kuchen ganz für dich alleine Backen!

Wenn ich ein Keksrezept backe und nur ich davon essen werde, nehme ich immer nur 1/4 des Rezepts.

8) „Resteessen“

Einmal die Woche einen Tag einzuführen, wo alles zusammengeworfen wird was weg muss, ist ein sehr gutes Mittel gegen Lebensmittelverschwendung. Diesen Tag würde ich aber auch nicht auf einen Tag festsetzen, sondern schauen wann es sich anbietet.


Das waren sie, meine persönlichen Tipps für dich!

Ich hoffe du konntest etwas mitnehmen und vielleicht hast du ja sogar auch noch einen Tipp für mich? Auf Instagram kannst du mich unter „veganmrslou“ finden und mir schreiben, ich würde mich freuen!

Alles Liebe und bis bald,

-Lou

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar