1 Monat Konsumpause! Überraschende Erkenntnisse durch Minimalismus

1 Monat Konsumpause! Überraschende Erkenntnisse durch Minimalismus

Einen Monat Minimalismus, einen Monat lang mal nichts kaufen. Sich mit dem zufrieden geben, was man hat und den Geldbeutel schonen. Das wollte ich ausprobieren! Gedacht, gemacht- Jetzt möchte ich dir von krassen Erkenntnissen, Klarheit und Veränderungswünschen erzählen.


In meinem Blog post „was ich nicht mehr kaufe, seit ich mich Ökotante nenne“ habe ich es am Ende angekündigt, ich wollte einen „no spending January“ machen. Aus dem einfachen Grund: Ich konsumiere zu viel. Bestelle zu viel, gebe zu viel Geld für Staff aus, der eigentlich nicht nötig wäre. Um dir eine ungefähre Vorstellung zu machen: Die Postboten haben mich auf der Straße erkannt, wenn sie mit ihren gelben Transportern durch die Gegend fahren.

Dabei achte ich aber natürlich stets darauf, nachhaltig und fair zu kaufen, entschuldigt alles oder?

Nicht.

Nach der Weihnachtszeit, wo Geld ausgeben Programm ist, habe ich gemerkt, dass es mir einfach nur ein schlechtes Gefühl gibt auf diesen verdammten „jetzt kaufen“ Button zu drücken.

Ich wollte mir mit diesem Monat Minimalismus selbst beweisen, dass es auch ohne kaufen geht. Das man alles hat, was man braucht, vieles Impulskäufe sind und wir in den Handschellen des Kapitalismus stecken. Den Schlüssel, den wollte ich mir wieder holen.

Was war mein Plan?

Ich wollte 1 Monat lang nichts außer Lebensmittel und Hygieneartikel kaufen. Außerdem wollte ich, wenn ich etwas brauche, lokal einkaufen und Bestellungen über das Internet vermeiden.

Dazu wollte ich mich mit meinem Besitz auseinandersetzen, jedes Teil in meiner Wohnung in die Hand nehmen, radikal ausmisten und meine Gegenstände zählen.

In dieser Zeit wollte ich auch keine Werbung auf Instagram machen. Wäre irgendwie schräg nichts kaufen zu wollen und euch auf der anderen Seite Produkte vorzustellen oder?

Wie bin ich’s angegangen?

Puh, da saß ich dann erstmal mit meinem Vorhaben. Ich glaube oberstes Gebot war für mich, sich von Werbung fernzuhalten. Keine Links klicken, kein sinnloses Stöbern auf Kleiderkreisel, kein Herumscrollen in fancy Onlineshops.

Aber das ist gar nicht so leicht

Minimalismus

Gerade Instagram hat es mir einige Male seeehr schwer gemacht, nicht einzuknicken. Mal kurz das Swipe-up nutzen, um zum Sale von Store XY zu kommen, hier mal auf den Account von Shop YZ. Und nicht zu vergessen: Die schönen Werbeanzeigen im Feed. Man, es gibt aber auch schönen Kram.

Und dann wären da noch Kooperationen, die andere Blogger machen. Coole Rabattcodes, das Schnäppchen verbirgt sich direkt hinter der nächsten Ecke.

Das ist noch nicht alles: Mich inspirieren andere Bilder von Wohnungen, Outfits oder auch so banale Sachen wie Tassen, ungemein! Direkt stelle ich mir vor, wo das Teil stehen könnte, wie ich den Pulli kombinieren würde oder wie viel besser der Kaffee aus der wunderschönen Tasse schmecken würde.

Typisches „Haben wollen“.

Aber: Ich habe es durchgezogen, und das mit krassem Effekt:

Ja, ich habe es tatsächlich geschafft das jucken in den Fingern zu ignorieren und nichts zu kaufen. Aber dafür habe ich etwas anderes bekommen: Und zwar sehr viel Klarheit.

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass mein Blog anders aussieht. Was soll ich sagen, das ist das Ergebnis von 1 Monat Minimalismus. Ich habe viel Platz für Gedanken gehabt und wollte mir diese auch ganz bewusst Gedanken machen. Dabei ist rausgekommen, dass ich mit meinem alten Blog nicht mehr zufrieden war. Also habe ich mich wie Miley Cyrus auf ne Abrissbirne geschwungen und den Blog abgerissen. Im Gegenzug habe ich diese Version von Notanimeals aufgebaut und bin happy damit!

Oben habe ich erwähnt, dass ich meine Gegenstände zählen wollte. Das habe ich aber relativ schnell wieder gelassen. 1) Weil ich bei manchen Dingen schlicht und einfach keinen Plan hatte, in welche Kategorie ich diese einordnen soll und 2) Ist mir klargeworden, dass es absolut egal ist ob ich 50, 500 oder 5.000 Teile habe. Denn Minimalismus ist kein Wettkampf wer am wenigsten Besitzt. Das Ziel ist es das zu besitzen, was einem wichtig ist.

Wenn ich das Gefühl hatte das mir etwas fehlt, habe ich versucht Alternativen dafür zu finden. Mir fehlt ne Vase? Nehme ich halt ein Gurkenglas und verschönere das Ganze mit Makramee Garn. Oder auch so Sachen wie: „Das und das würde in meiner Wohnung echt schön aussehen“. Okay- Dann musst du jetzt eben noch X Tage warten und wer weiß, vielleicht ist bis dahin die erste Euphorie wieder vorüber.

Minimalismus

Nebenbei habe ich eine „Wishlist“ in meinem Bullet Journal geführt, in die ich genau solche Wünsche aufgeschrieben habe. Du glaubst gar nicht wie viel innerhalb der nächsten 3-4 Tage wieder gestrichen wurde.

Ich habe sehr viel über mein Instagram Account nachgedacht (Ich bin ein bisschen perplex, was so ein Monat Konsumpause in den Gedanken anstellt). Wem will ich folgen? Was möchte ICH posten? Was ist MIR wichtig? Welche Bilder gefallen MIR?

Ich habe einfach gemerkt, dass ich auf der Platform total verkrampft bin. Gar nicht unbedingt, was die Likes- oder Followerzahlen angeht, sondern das ich mich irgendwie habe formen lassen. Ich kann das nicht so gut beschreiben, aber ich habe mir Feedback sehr zu herzen genommen, und wenn mal keines kam hat mir das auch zu denken gegeben.

Ich habe meine Kooperationspartner überdacht, wollte weg von diesem „poste Bilder und du bekommst Produkte“. Also habe ich die ein oder andere Partnerschaft beendet und es fühlt sich gut an! Kenn deinen Wert und verkaufe dich nicht unter diesem.

Was möchte ich beibehalten?

Also auf jeden Fall weniger kaufen, was ich bei anderen gesehen habe und nur dadurch das Gefühl bekommen habe, Teil X zu brauchen. Wie ich das mache, weiß ich noch nicht wirklich weil woher weiß ich denn was ich persönlich gut finde, wenn ich es nicht woanders schon gesehen habe? – Hast du einen Tipp?

Dann möchte ich Käufe hinauszögern um a) noch mal zu überdenken, ob es wirklich so nötig ist wie angenommen, und b) mich auch mal auf etwas zu freuen und das warten genießen.

Weiterhin möchte ich Kooperationspartner sehr bewusst auswählen und mich nicht nur mit Produkten vergüten lassen. Denn auch das ist eine Form von Konsum und dazu wird meine Wohnung immer volle, obwohl ich das ja mit dem Ausmisten ändern wollte.


So, ich glaube du hast jetzt einen ganz guten Einblick in meinen Minimalismus Monat bekommen und vielleicht konnte ich dich ja auch motivieren, es selbst mal auszuprobieren!

Ich kann es echt nur jedem Empfehlen. Als ich an die Sache rangegangen bin, habe ich nie und nimmer mit so einem Ergebnis gerechnet. Wer weiß was sich bei dir alles ändern würde?

Wenn dich interessiert wie meine Gedanken zum Konsum und Minimalismus vor 1- 1,5 Jahren waren, dann schau doch mal hier: Minimalismus=Verzicht? , „wie ich in einem Jahr zur Ökotante wurde“ oder „wie mich Instagram zum Konsum auffordert“

Ich möchte euch noch einen tollen Blog zum Thema Minimalismus nahelegen, auf dem ich sehr gerne ein bisschen stöbere: lilies-diary

Alles Liebe und bis bald!

-Lou

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