Sauerteigbrot- Das einfache Grundrezept

Sauerteigbrot- Das einfache Grundrezept

  • Beitrag veröffentlicht:4. März 2020
  • Beitrags-Kategorie:Backen
  • Beitrags-Kommentare:2 Kommentare

Angelehnt an den Guide zum Sauerteig ansetzen, findest du hier das einfach Grundrezept zum Losbacken!

Ich backe Sauerteigbrot. Ich fühle mich jetzt schon irgendwie Erwachsen, ähnlich wie wenn man sich Küchengeräte zum Geburtstag wünscht oder man plötzlich Interesse an Staubsaugern hat.

Okay Spaß beiseite, ich habe wirklich, nach einigen Startschwierigkeiten, Sauerteigbrot lieben gelernt. Ich glaube ich habe für das Ansetzten 3 Versuche gebraucht und mein erstes wirklich „essbares“ Brot hat 4 Anläufe benötigt. In dieser Zeit und mit jedem Versuch habe ich immer wieder Kleinigkeiten verändert, die ich dir hier einfach mal zusammengefasst habe, damit du diese Schlamassel umgehen kannst:

  1. Ich dachte Sauerteigbrot braucht keine Hefe. Das heißt ich habe diese einfach weggelassen und dann doof aus der Wäsche geguckt, als ich einen harten Brotklumpen aus dem Ofen geholt habe. In meinem Rezept wirst du also Hefe finden.
  2. Das Gärkörbchen mit genügend Mehl auslegen. Ich sag dir eins, ein klebriges Sauerteigbrot bekommst du nicht mehr gebrauchstüchtig aus dem Gärkörbchen raus. Deshalb: Mehl, Mehl, Mehl. Alles was am Ende zu viel ist, kannst du einfach drinnen lassen und für das nächste Brot wiederverwenden. Mein Gärkörbchen ist von Backefix und mit dem Code „veganlou10“ bekommst du 10% Rabatt. Für den Anfang tut es aber auch ein bemehlter Teller oder ein Backblech.
  3. Schon beim Kneten kannst du feststellen, ob dein Teig gut ist/wird oder nicht. Der Teig sollte sich fest aber nicht „hart“ oder bröckelig anfühlen. Wenn du also das Gefühl hast, dein Work out nach dem kneten hinter dir zu haben, dann stimmt da etwas nicht. Ich konnte den Teig manchmal retten, in dem ich ganz wenig warmes Wasser eingearbeitet habe und dann noch mal Alles an einen warmen Ort gestellt habe.
  4. Wenn du einen Laib Formen kannst, ohne das dieser an deinen Händen klebt, ist die Menge an Flüssigkeit gut.
  5. Knete deinen Teig von Anfang an mit den Händen. Ich habe erst mit einem Löffel angefangen aber am Ende hatte ich meistens viel zu viel Wasser. Mit den Händen kannst du den Teig einfach besser binden.

Denk jetzt nicht „Oh Gott, oh Gott, zu schwierig“.

Man muss nur tatsächlich erstmal ein Gefühl für den Teig bekommen und schon beim zweiten Anlauf machst du vieles ganz automatisch!

Noch ein Tipp von Muddi: Deine Hände und Arbeitsfläche kannst du am Besten im trocknen zustand säubern. Ich reibe meine Hände einfach aneinander, bis das gröbste weg ist und gehe erst dann mit Wasser und Bürste dran. Die Rückstände auf der Arbeitsplatte entferne ich mit einem Löffel, wische mit einem trocknen Tuch alles runter und wische erst dann nass nach.

Wow, das war viel Theorie aber eine wichtige Sache möchte ich dir noch sagen:

Ich habe aus gefühlt 100 Rezepten ein passendes für mich zusammengestellt. Bei vielen Rezepten entsteht am Ende Teig für 1,6kg Brot oder sowas. Viel zu viel für mich alleine! Vielleicht weißt du meinen Post „Wie ich es schaffe keine Lebensmittel mehr wegzuschmeißen“ das ich Rezepte minimiere, sodass es genug für 1 Person ist. Lieber 2x pro Woche frisch Backen anstatt 1x viel und dann die Hälfte wegzuwerfen;).

So, jetzt gehts aber wirklich los:

Sauerteigbrot

Roggen Sauerteigbrot

Vorbereitungszeit1 Std.
Zubereitungszeit15 Min.
Keyword: Brot

Zutaten

  • 300 g Roggenmehl Typ 1150
  • 60 g Sauerteig
  • 150 ml Wasser
  • ¼ Würfel Hefe
  • 10 g Salz

Anleitungen

  • Roggenmehl mit dem Salz und dem Sauerteig in eine Schüssel geben. Die Hefe in einem Glas mit wenig lauwarmen Wasser anmischen und mit in die Schüssel geben.
  • 150 ml Wasser abmessen und schlückchenweise zum Teig geben. Mit den Händen ordentlich kneten bis ein fester aber geschmeidiger Teig entsteht.
  • Achtung: Sauerteig ist sehr klebrig, es ist also ganz normal das etwas an deinen Händen kleben bleibt.
  • Den Teig zu einem Laib formen, mit einem Tuch abdecken und etwa 30-45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Der Teig sollte danach größer geworden sein.
  • Jetzt wird der Teig auf einer bemehlten Fläche ordentlich und sorgfältig geknetet. Mit der Zeit sollte nicht mehr viel an deinen Händen hängen bleiben.
  • Ein Gärkörbchen großzügig bemehlen, Teig wieder zu einem Laib formen und noch mal abgedeckt etwa 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Wenn du kein Gärkörbchen hast, tut es auch ein bemelter Teller oder Backblech.
  • Jetzt wird der Brotlaib auf ein Backblech gegeben und bei 220°C 10 Minuten gebacken. Nach dieser Zeit den Ofen auf 190°C runterdrehen und noch mal 30 Minuten Backen.

P.s. Wenn dein Brot nichts geworden, weil es zu hart ist oder sonstiges: Du kannst es kleinschneiden und in der Pfanne mit Öl anbraten oder es zum Beispiel in Pflanzenmilch und Zucker einlegen und als French Toast in der Pfanne braten.

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