CwL#9 -Welchen Einfluss Instagram auf unser Selbstwertgefühl hat. Mit Male Geers

CwL#9 -Welchen Einfluss Instagram auf unser Selbstwertgefühl hat. Mit Male Geers

In der heutigen Folge von „CoffeewithLou“ quatsche ich mit der lieben Male über Instagram, Druck, und Selbstwert!

@male.geers

Hey! Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge „CoffeewithLou“! Schön das du dabei bist!

Heute mit dabei ist die liebe Male. Da sie eine Kaffee Allergie hat, trinkt sie keinen Kaffee mit mir, aber trotzdem haben wir uns gut unterhalten!
In dieser Folge soll es um unser Selbstwertgefühl und das Wertesystem von Instagram gehen. Im Speziellen darum, wie Instagram unseren Selbstwert beeinflusst, das Zahlen einen ganz schön kirre machen können, und wie man sich davon abgrenzen kann.

Schnapp dir deinen Kaffee und viel Spaß beim lesen!


Selbstwertgefühl

Hallo Male! Schön das du heute dabei bist! Wie gehts dir?

Danke, mir gehts gut! Wie gehts dir?

Auch gut, danke!:) Magst du dich vielleicht zum Anfang einmal kurz Vorstellen? 

Ja klar!
Hallo ihr lieben Menschen, ich heiße Male und nehme mittlerweile fast 60.000 Menschen durch mein Leben mit:
Selbstliebe, Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, Veganismus sind alles Themen, mit denen ich mich super gerne beschäftige und dabei niemals missionieren, sondern im besten Fall inspirieren möchte! Let´s change the world!

Ich wollte heute mit dir ein Bisschen über das Wertesystem von Instagram sprechen, bzw. wie Instagram unseren Selbstwert beeinflussen kann. Ich dachte du bist da eine ganz gute Ansprechpartnerin, weil du ja auch viel über Selbstliebe auf deinem Instagram Account sprichst.

Zum Einstieg erstmal die Frage: Wie geht es dir mit Instagram? Beeinflusst Instagram deinen Selbstwert, bzw. dein Gefühl zu dir selbst? Sei es dadurch, wie ein Bild bei deinen Follower ankommt oder eine Nachricht die bekommen hast, die vielleicht kritisch war.

Ja wow, eine breite Frage zum Anfang 😀 Ich überlege wie ich da jetzt am Schnellsten drauf antworte, könnte man ja auch eine Stunde drauf antworten:D.

Allgemein würde ich sagen, natürlich beeinflusst uns Instagram. Immer und zu jedem Punkt, und natürlich auch unser Selbstwertgefühl. Aber ich glaube wir haben ganz klar die Macht darüber, selber zu entscheiden bis wohin diese Macht geht, die Instagram da auf uns ausübt. 

Ich glaube das ist die Aufgabe eines jeden, gerade in unserem Alter, oder unserer Generation zu sagen: Bis hier hin und nicht weiter. 

Und sich da auch selbst zu reflektieren.

Es kommt bei mir auch immer auch so ein Bisschen aufs Grundbefinden an. Klar gibt es manchmal Phasen, da nerven mich die Zahlen auch total, wenn ich sehe es läuft nicht so. Oder man gibt sich viel Mühe für ein Bild und es kommt nicht so an.

Aber dann ist auch wieder der Punkt, wo ich sage: „Hey, machst du jetzt vielleicht mal 1, 2 Tage Pause und lädst einfach gar nichts hoch, und denkst mal drüber nach, dass du das für dich machst.“

Also natürlich macht man das irgendwo auch für andere, aber letztendlich ist es mein Profil, und es ist das, was ich nach außen hin zeigen möchte. Was der Mensch auf der anderen Seite damit macht, ist ja dann nicht mehr meine Aufgabe. Und ja, so probiere ich das immer wieder für mich zu sehen. 

Also trotzdem, wie alles andere auch, ist das immer wieder ein Prozess. Es ist Zeiten, da geht es mir total gut, und es ist mir völlig egal. Natürlich ist es auch noch mal anders geworden, seitdem ich davon völlig selbstständig lebe. Instagram ist neben dem Studium mein Job, und ich finanziere damit mein Leben. Das macht dann noch mal einen anderen Druck, als wenn es nur ein Hobby ist. Was es ja auch lange für mich war. Dann hat man natürlich noch mal den Druck der Zahlen viel mehr. Einfach weil man dem Kunden ja zeigen muss, dass meine Preise gerechtfertigt sind. 

Ja, ich verstehe was du meinst! Wenn es bei mir mal so ist, dass ich irgendwie enttäuscht bin, dass die Zahlen nicht so sind, wie man es sich vielleicht erhofft, versuche ich mir auch immer wieder zu sagen „Was wären denn, wenn dieses Bild jetzt so und so viele Likes hätte? Was würde das an meinem realen Leben verändern?“ Ich glaube man muss ganz stark darauf achten, dass man Instagram nicht zu sehr in sein reales Leben mitnimmt. 

Ja genau! Also finde ich total gut, aber ich würde es vielleicht auch noch mal andersrum mir angucken: Was ist der schlimmste Fall der eintritt, wenn dieses Bild nicht so und so viele Likes hat? 

Weil ich glaube, dass das immer so ein Punkt ist. Bis vor ein Paar Monaten habe ich das auch noch anders gesehen, ähnlich so wie. Aber jetzt ist man irgendwann an so einem Punkt, wo ich nicht mehr sagen kann, dass ich Instagram nicht mit in mein Leben nehme. Ich verbringe schon täglich meine 4-5 Stunden auf Instagram, was auch okay ist, das ist mein Job. Aber je mehr Storys man macht und desto aktiver man ist, desto mehr ist das irgendwo auch ein Teil von meinem Leben. Verstehst du was ich meine? 

Ja total!

Und ich habe das total akzeptiert aber ich probiere mich davon nicht unter Druck setzen zu lassen. Das ist ja wie bei einem normalen Job auch. Ich vergleiche das gerne damit.

Wenn du sonst zur Arbeit gehst, darfst du dich auch nicht von deinem Chef, oder anderen Kollegen beeinflussen lassen.

Ja das ist ein guter Vergleich, da hast du recht. 

Das ist irgendwie in jedem Punkt so. Wenn man das einfach wieder runter bricht. Ich glaube es ist echt was anderes, wenn man auf der einen Seite den oder die Influencer*in hat, und auf der anderen Seite den oder die Abonnent*in. Also du kannst das ja sicherlich auch schon verstehen, weil du Instagram ja auch auf einer anderen Schiene machst, als jemand, der es jetzt wirklich nur privat konsumiert. 

Total! Hast du da für dich einen Unterschied bemerkt? Also quasi deine Anfangszeit, wo du dir alles noch aufgebaut hast, im Vergleich zu jetzt? Wo du als Selbstständige schon ein gewisses Grundgerüst hast? 

Schon irgendwie. Aber ich muss sagen, meine Anfangszeit kann ich gar nicht als Anfangszeit sehen. Irgendwie haben sich die Abonnenten so angesammelt, ohne das ich irgendwie Content kreiert habe, wie ich es heute tue. Ich habe irgendwann beschlossen, das als Selbstständigkeit zu probieren. Ich dachte mir, dass das so als Nebenjob ja ganz nett wäre.

Klar hat sich das alles dadurch irgendwie so ein Bisschen verändert. Einfach weil ich das Gefühl habe, Instagram nicht privat zu konsumieren, sondern beruflich.Ich kann nicht sagen, ich bin auf dieser Plattform gerade Privat. Das ist es einfach nicht mehr. Mit den Leuten, mit denen ich privat kommuniziere, läuft das ja nie über Instagram. Deshalb ist Instagram für mich immer eher aus dieser beruflichen Sicht zu betrachten. 

Das kann ich mir vorstellen. Würdest du dir manchmal wünschen, dass Instagram für dich persönlich wieder ein Bisschen privater wird? 

Ne, gar nicht, weil es mir ja Spaß macht. Es ist zwar ein Job, aber es ist ein Hobby, welches ich zu meinem Beruf machen konnte. 

Richtig schön!

Ja genau. Das was ich konsumiere macht mir spaß. Auch wenn es auf einer beruflichen Ebene ist, kann es mich ja total inspirieren!Mich inspirieren total viele meiner Kolleg*innen jeden Tag aufs neue. 

Und du, letztendlich find ich es manchmal auch schön, wenn ich von den Leuten, mit denen ich privat zutun habe, gar nicht so viel mitbekomme. Weil dadurch habe ich immer ganz viel Gesprächsbedarf, die zwar immer nicht so viel bei mir, weil die ja eigentlich alles schon mitbekommen:D.

Ist ja auch mal gut, sich nicht immer nur mit Social Media zu beschäftigen! Ich glaube Freunde und Bekanntschaften, die nicht aus diesem Bereich kommen, sind unglaublich wichtig! Du postest ja in deiner Story viel zum Thema Selbstliebe. Bilder ohne Make-Up, Content, der ein positives Körpergefühl übermitteln soll. Ist das für dich persönlich in der Situation auch immer wieder ein Reminder? Also quasi wenn du das postest, dass du dir damit selber noch mal sagst „Hey, ich bin auch ohne Make-Up schön!“. 

Ah, verstehe was du meinst! Ne, ich würde sagen eher umgekehrt. Ich stand vielleicht morgens vor dem Spiegel und dachte „Hey Male, ich finde dich heute ganz hübsch. Du bist gar nicht geschminkt, aber ich finds trotzdem cool“. Und wenn mir das einfällt, dann teile ich es. Also es ist eher genau andersrum. Oder ich stehe vor dem Spiegel und denk´ mir „Cool, du hast jetzt zwar keine 90/60/90 aber irgendwie finde ich dich trotzdem ganz gut“. 

Und dann denke ich mir „Ach, wieso kann ich das nicht teilen?“Die Arbeit findet immer erst in mir statt und dann trage ich sie nach Außen. 

Total toll! Das heißt es ist also nicht so, dass du vor dem Spiegel stehst und denkst „irgendwie gefalle ich mir heute nicht“. Aber um dich irgendwie zu motivieren, machst du ein Bild. So ist es nicht?

Nein, also ich würd sagen ganz zu Beginn war es vielleicht noch irgendwie ein Bisschen so. Aber dazu muss man sagen, dass ich auch schon ganz lange Therapie gemacht habe, und schon viel an meiner Persönlichkeitsentwicklung gearbeitet habe. Ich würde sagen, ich bin was das angeht schon ziemlich weit. Vor allem im Vergleich zu vielen anderen in meinem Alter, aber natürlich trotzdem noch irgendwie am Anfang, und das ist auch total gut!

Weil irgendwie ist ja der Weg das Ziel und nicht dieser utopische Weg von wegen „Wow, ich finde mich immer toll und schön“. Das wäre ja total langweilig, weil dann hätten wir ja gar keine Möglichkeit mehr zu wachsen. 

Super schön gesagt. Da ist sehr viel Wahres dran. Ich glaube du bist auch ein sehr reflektierter Mensch.

Noch mal ein anderer Punkt: Und zwar du als Selbstständige wirst ja viel Kontakt mit Firmen haben, die Werbung oder sonstiges bei dir buchen möchten. Und ich hatte das erst kürzlich wieder, dass mich ein Unternehmen angeschrieben hat, wir voll zueinander gepasst haben, alles schon so gut wie festgemacht war, und dann auf einmal kommt „Sorry, aber du hast noch keine 10.000 Abonnenten, ich muss die Kooperation leider absagen“. Haha, ich dachte mir nur so „Ähhh… Entschuldigung?!:D“. 

Wie sind deine Erfahrungen da? Bzw. dein Gefühl zu diesem Wertesystem? 

Ähm… Also jetzt mit dem Zahlendruck? 

Jein, also eher dieses auf die Zahlen reduzieren. Firmen wollen ja immer den kleinstmöglichen Preis rausschlagen, ist das dann bei dir so, dass du so für dich einstehen kannst, dass du sagst „Ne, mein Content ist das und das wert!“.

Ja, also einerseits ist das glaube ich total schwierig, wenn man keinen Kontakt zu anderen Menschen in dem Bereich hat. Das habe ich zumindest so für mich gemerkt. Weil ich mich auf jeden Fall bis Oktober letzen Jahres richtig krass unterbezahlt hab lassen. Und dann kam Nici auf mich zu, und mit der bin ich ja auch privat richtig gut befreundet. Wir haben uns dann mal getroffen, und ganz offen über alles gesprochen und sie meinte nur „Nein, Male! So und so..“. 

Sie war da einfach eine ganze Ecke weiter als ich, also vom Vernetzen her. Das ist in dem Bereich echt wichtig. Das braucht man einfach. Aber auch dieses Einstehen von wegen „das und das ist mein Content wert“. 

Nici war da in dem Bereich total meine Inspiration das jetzt anzugehen und ich würde sagen, dass ich mich schon gesteigert habe, was das angeht. Aber so richtig einstehen was das angeht, klappt vielleicht so 75%:D. Ein Weg an dem man arbeiten muss:D

Ja total, man muss da ja auch erstmal ein Gefühl für bekommen! 

Genau, deshalb kann ich voll verstehen was du meinst!

Es ist ja auch so, also ich finde so ein Unternehmen wirkt immer so „riesig“ wenn du verstehst was ich meine. Und dann ist man da so als einzelne Person, und will denen etwas „vorschreiben“:D. 

Es ist halt Wirtschaft. In diesem Beruf bist du ja nicht nur Content Creator, Inspirationsquelle, oder Story-maker, sondern du bist auch eine Buchhalterin, du bist irgendwie in der Wirtschaft drin. Und da muss man auch erstmal reinwachsen. Ich glaube es ist auch okay, wenn man sich da ein Bisschen Zeit lässt. Man wird mit der Zeit immer taffer!Muss man auch, also man merkt es ja. Die Firmen wollen einen zuerst immer über den Tisch ziehen. 

Auf jeden Fall. Ich glaube man darf sich einfach nicht einschüchtern lassen. Letztendlich wollen die etwas von einem, nicht du von ihnen. 

Das Wertesystem ist ja viel von Followern, Likes und Zahlen allgemein geprägt. Auch Firmen schauen, wie wir ja wissen, ziemlich stark auf die Zahlen. Wie findest du dieses System? Ich weiß noch, in einer Podcast Folge hattest du davon gesprochen, dass jeder Mensch sein eigenes Wertesystem hat. Ich habe das Gefühl, durch Instagram kann man das irgendwo nicht richtig ausleben, bzw. es wird einem ein System aufgedrängt. 

Ja, ist ne ganz spannende Frage! Also grundsätzlich ist es ja immer so, dass man sich überall sein eigenes Wertesystem aufbauen kann. Also das kannst du natürlich auch bei Instagram, aber nicht ab den Punkt wo du es Beruflich machst, das stimmt schon. Da ist man natürlich irgendwie an die Zahlen gebunden. Und trotzdem wäre ich kein Fan davon, wenn man die Zahlen nicht mehr sieht. Keine Ahnung warum. Aber von meinem Gefühl her würde es mich stören:D

Haha, genau das wollte ich auch noch ansprechen!:D „Wie findest du die Idee, mit der unsichtbaren Like Funktion?“:D

Ich weiß nicht:D Ich kann dir echt nicht sagen wieso mich das stören würde, habe ich für mich noch keine Antwort drauf gefunden:D 

Kann ich voll verstehen, geht mir auch so! Ich weiß nicht warum mich das stören würde, aber irgendwie… Ich weiß auch nicht:D

Ja total. Und ich glaube mit dem Wertesystem. Um so mehr ich darüber nachdenke, umso mehr ist es unsere Aufgabe, da etwas gegen zu machen. Also natürlich gibt uns Instagram da eine gewisse Vorgabe, aber es is immer unsere Entscheidung, was wir daraus machen. Also da sind ja immer zwei Seiten für verantwortlich. Instagram vergibt dieses System aber ob wir das in dem Sinne annehmen, als das wir uns davon in irgendeiner Art Druck machen lassen, oder beeinflussen lassen, sodass es uns negativ prägt, ist dann unsere Aufgabe. 

Das ist ein spannender Punkt! Ich versuche Instagram wirklich als mein Hobby zu sehen, um einfach nicht unter Druck zu geraten. Aber wenn dann solche Anfragen kommen, setzt man sich natürlich damit auseinander. Ich versuche mich dann so weit wie möglich davon abzugrenzen, weil ich für mein Gefühl, habe es einfach nicht in der Hand, was da mit diesen Zahlen passiert und was für Reaktionen kommen. Also in gewissen Weise schon, aber halt doch eher begrenzt.

Ich finde schon das wir manchmal dieses Wertesystem aufgedrückt bekommen. Sei es, wenn jemand sagt „du hast nicht genug Follower, das hat nicht genügend Wert“, oder jemand posaunt ungefragt seine Meinung heraus, die man ja doch irgendwie an sich ran lässt. 

Aber da kann man ja total gegen argumentieren. Und das würde ich an deiner Stelle auch machen! Ja, vielleicht hast du noch keine 10.000 Abonnenten, aber was sagt das schon aus ?

Du hast vielleicht weniger Abonnenten, aber dafür welche, die sich wirklich für dich interessieren. Das ist zwar ne kleinere Reichweite, aber dafür auch eine viel persönlichere Beziehung. Also ich glaube da ist es dann wirklich deine Aufgabe, denen die Worte im Mund umzudrehen. Das kommt erst mit der Zeit, aber drehe das wirklich um. Klar, wenn jemand 50.000 Abonnenten hat, wirkt das vielleicht erstmal mehr, aber vielleicht sind davon nur noch 30.000 aktiv. Das weiß man ja immer gar nicht so genau. Du kannst darüber aber noch einen Überblick haben, denn du bist mit den Leuten in Kontakt.

Also von daher, das ist ja total positiv. Und wenn die Firmen das nicht verstehen, dann ist irgendwo auch deren Problem. 

Ja, ich glaube man muss sich da auch abgrenzen und nicht die Fehler bei sich suchen. 

Ja, klingt doch gar nicht so schlecht. Ich finde auch, man sollte für sich einstehen. Du weißt ja wie viel Arbeit du in deinen Content steckst, wie viel Kontakt du hast. Da können die Firmen ja nicht wissen. Und wenn die dir da keine Chance geben, dann sind es eben nicht die richtigen Partner. 

Absolut! Ich habe noch zwei Fragen:
Du wirst es ja bestens kennen, dass du täglich mit Meinungen, Informationen und Eindrücken überflutet wirst. Hast du da manchmal das Gefühl, dich selbst zu verlieren? Sei es, weil du nicht weißt ob du etwas magst, weil DU es magst, oder nur weil viele Andere es mögen. Verstehst du was ich meine?:D

Ja, ich weiß was du meinst aber ich würde sagen, dass das bei mir nicht so ist. Das gehört für mich auch wieder zu diesem Punkt mit dem gesunden Umgang mit Social Media und ganz viel Selbstarbeit. Das ist gar nicht so leicht, und sicherlich auch leichter gesagt als getan aber man sollte sich da immer wieder auf sich selbst zurück besinnen. 

Wenn es anfängt, mit solchen Gedanken, dann sollte man vielleicht erstmal 1,2 Tage Pause von Instagram nehmen. Das wäre dann immer so meine Empfehlung. Weil letztendlich ist Instagram ja dafür da, dass man sich inspirieren lässt, aber nicht anfängt zu zweifeln. 

Da probiere ich mir auch immer wieder zu sagen „Der Kuchen ist für alle groß genug, jeder kann sich etwas nehmen“.

Und jeder hat ja auch seine eigenen Qualitäten. Die Leute folgen dir ja, weil sie dich mögen. Die wollen nicht 10 Mal Charlotte Weise folgen sondern einer. Weißt du was ich meine?

Ja komplett! Gerade dieses „alle sind gleich“ wird ja häufig kritisiert, zurecht wie ich finde! Jeder sollte das ausleben, was er für richtig hält und ihm gefällt. Und das sieht eben nicht bei allen genau gleich aus. 

Total! Und man findet ja auch die Persönlichkeiten dahinter spannend. Sich das immer wieder zurück zu holen, tut vielleicht zwischendrin immer wieder ganz gut. 

Man muss sich ja auch vor Augen führen, wie unverhältnismäßig das ist, was sich online abspielt. Ich sag mal, wenn jemand 10.000 Follower hat: Die wenigsten stellen sich in eine Halle mit 10.000 Menschen und unterhält die dann mal locker flockig nebenbei. 

Genau.

Man darf einfach diese Relation nicht aus den Augen verlieren. 

Ja, das ist echt verrückt und auch irgendwie eine andere Welt. Ich glaube auch da ist es wieder unsere Aufgabe überhaupt erstmal einen Umgang damit zu finden. Unsere Generation ist ja auch einfach schlichtweg die Erste, die da so richtig rein geboren wurde, bzw. es erlernen musste. Das hat immer alles seine Vor- und Nachteile, finde ich. 

Letztendlich spielt sich das Leben draußen ab und nicht auf dem Handy. Das ist zwar eine tolle Möglichkeit, wo man sich irgendwie weiterentwickeln kann aber dann auch immer mal wieder einen break zu machen.

Ich glaube auch, dass es wichtig ist immer mal wieder den Blick zu heben, und zu schauen, was eigentlich im eigenen Leben so abgeht. Man wird ja auch viel mit Problemen und Sorgen anderer konfrontiert. 

Genau, und ich meine, selbst wenn ich jetzt zum Beispiel mal 3 Monate keine Lust auf Instagram habe… Was wäre denn das worst case? Das ich mal 4 Monate normal arbeiten gehe? Auch kein Problem! Es soll ja einfach hauptsächlich Spaß machen. 

Das hast du sehr schön gesagt!:)
Hast du vielleicht zum Abschluss noch einen Tipp, oder einen Satz, um sich mal wieder auf den Boden zu holen? 

Ja! Handy an die Seite, Yoga machen, meditieren und tanzen! Einfach mal freimachen davon. Raus gehen, Handy weg, offline sein, telefonieren mit Menschen die einem gut tun. Das tut immer gut!:)

Da hast du recht! Schöne Tipps zum Abschluss!:) 

Ja Male, ich glaube wir sind am Ende ! Vielen Dank, dass du dabei warst!


Ich hoffe auch dir hat diese Folge gefallen!

Wenn du noch mehr über den Beruf als Blogger*In erfahren möchtest, dann kann ich dir die vorherige Folge mit Jenni sehr ans Herz legen! Diese beschäftigt sich mit der Frage „werden Blogger*Innen ausgenutzt?“

Alles Liebe, und bis zum nächsten Mal!
-Deine Lou

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